Pressestimmen zum Indeenwettbewerb Nordlicht 2010

Gründer setzen auf Computer und Technik
Prämierung Abschluss-Runde im Ideenwettbewerb „Nordlicht“
Siegerfoto (von links): Alexander Nicolai (Uni), Stefan Gode, Arne Stasch (beide DCSystem), Roland Hentschel (Stadt Oldenburg), Gerrit Karnbach (DCSystem) und Thomas Gäbelein (Sponsor, iits).
BILD: Christian Horneber (Uni)
Zehn von 50 Teilnehmern kamen in die Endrunde. Neun Ideen drehten sich um IT-Systeme.
von Thorsten Kuchta
Oldenburg - Technik siegt: Mit einem strom- und kostensparenden System zur Steuerung von Haustechnik ohne zentralen Server haben die Oldenburger Stefan Gode, Gerrit Karnbach und Arne Stasch den Jurypreis des von Stadt und Uni ausgerichteten Ideenwettbewerbs Nordlicht gewonnen. Auf Platz zwei setzte die Jury den Emder FH-Professor Michael Bochmann, der am Donnerstagabend im TGO ein Programm zur Lokalisierung und Sicherung von Gefahrguttransporten vorstellte. Den dritten und den Publikumspreis errang Landschaftsarchitekt Arne Hilbich, der seine Geschäftsidee „befreit“ der Entsiegelung und Begrünung öder Flächen in Städten widmete.
Etwa 50 Gäste verfolgten die Endausscheidung der „besten Zehn“ in einem Wettbewerb, der vom Tempo lebte. Die Bewerber mussten sich relativ schnell für eine Teilnahme entscheiden, ihre Idee auf zwei Seiten zusammenfassen – und sie in zwei Minuten präsentieren. „Fahrstuhlkonzept“, nennt das Professor Alexander Nicolai, dessen Lehrstuhl für Entrepreneurship (Unternehmertum) die Federführung hatte. „Stellen Sie sich vor“, riet er den Bewerbern, „Sie treffen im Fahrstuhl einen Investor. Wenn der aussteigt und Sie haben ihn nicht überzeugt, dann haben Sie ihn verloren.“
Powerpoint, Videofilmchen, Grafiken – die allermeisten Unternehmer in spe, stützten sich zur Vermittlung ihrer Idee auf Technik. Kein Wunder: Neun von zehn Ideen in der Finalrunde hatten mit Daten, Netzwerken, Programmierungen zu tun. Die Zukunft scheint sich für die meisten Gründungswilligen im Dreiklang von Internet, Medien und IT-Systemen abzuspielen. Was der Region gut tut. Roland Hentschel, Oldenburger Wirtschaftsförderer, erinnerte daran, dass es dem Nordwesten so gut gehe, weil er sich dank Wissenschaft von seinen traditionellen Schwächen lösen konnte. Auffallend: Neben Ideen, die außerhalb des IT-Universums nur ansatzweise begriffen werden können, gab es zwei Ansätze, Internetwelten ins reale Leben zu holen: „Sportmate“ soll eine Internetplattform werden, die leistungsorientierte Sportler und Vereine zusammenbringt, Dateshirt soll als Flirtplattform fungieren. Beide Konzepte sehen vor, dass die Mitglieder auf T-Shirts mit einem persönlichen Code auch in der „echten Welt“ ihre Absichten dokumentieren. Anscheinend hatten die Ideenfinder mit Internetsozialisierung kein Problem mit derlei Privatoffenbarungen; ältere im Publikum hegten Zweifel.
Diese und weitere Fragen wurden nach der Prämierung bei einem Imbiss geklärt; da wurden auch schon erste Investorengespräche geführt – nicht nur mit den Siegern.
Ob es den Wettbewerb auch nächstes Jahr gibt, hängt laut Nicolai davon ab, ob es wieder gelingt, Unterstützer wie den diesjährigen Hauptsponsor OLB zu gewinnen.
Quelle: http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_stadt_oldenburg_artikel.php?id=2274810&
Die besten Geschäftsideen der Region
Prämierungen im Ideenwettbewerb „Nordlicht“
Oldenburg. Die besten Geschäftsideen der Region wollen der Stiftungslehrstuhl Entrepreneurship der Universität Oldenburg und die Stadt Oldenburg mit dem 1. Ideenwettbewerb „Nordlicht“ fördern. Nun stehen die Sieger des Wettbewerbs fest: Bei der gestrigen Endausscheidung im Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg (TGO) haben sich Stefan Gode (Student der Wirtschaftswissenschaften der Universität Oldenburg), Gerrit Karnbach (Student der Informatik der Universität Oldenburg) und Arne Stasch (E-Techniker) gegen neun weitere FinalistInnen durchgesetzt. Sie erhielten den 1. Jury-Preis in Höhe von 2.000 Euro für ihre Gründungsidee „DC Systems“. DC Systems steht für eine in Kabelbäumen vorgefertigte komplette Elektroinstallation, die während der Bauphase in Gebäude integriert wird. Sie enthält zudem eine Steuerungssoftware zur Hausautomation sowie ein Elektro-Automationskonzept.
Mit seinem Ideenpapier überzeugte Prof. Prof. Michael Bochmann vom Fachbereich Seefahrt der Fachhochschule Emden/Leer die Jury. Bochmann erhielt den mit 1.000 Euro dotierten zweiten Preis. Auf Basis der M2M (Maschine zu Maschine) Technologie hat er eine Konzeption entwickelt, mit der sich die Sicherheit bei der Beförderung von Gefahrguttransporten erhöhen lässt. Unter dem Namen CSD4 (Content Safety Device) soll die Lösung entlang der Lieferkette an den Markt gehen.
Den 3. Jurypreis und damit 500 Euro gewann Arne Hilbich (Student der Landschaftsökologie der Universität Oldenburg) mit seiner Gründungsidee „.befreit!“. Durch gezielte Begrünung unnötig versiegelter Flächen will Hilbich mit „.befreit!“ Klima-, Grundwasser- und Naturschutz stärken und Wohn- sowie Lebensraum aufwerten. Hilbich überzeugte auch das Publikum: Zusätzlich zum 3. Jurypreis gewann er den Publikumspreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist.
Der Ideenwettbewerb wurde durch die EWE Stiftung gefördert. Hauptsponsor des Wettbewerbs war die Oldenburgische Landesbank. Weitere Sponsoren waren TGO, OFFIS, iits, INTAX, contexts und kommasetzer. Informationen und Unterlagen sind im Internet abrufbar.
Quelle: http://www.presse.uni-oldenburg.de/mit/2010/084.html
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